Übung 10: Was denkst Du?

Beobachte Dich, wie Du über Deine Partnerin denkst!

Erläuterung:

Beobachte Dich, wie Du reagierst, wenn Du Dich über Deine Partnerin aufregst.

  • Was geht Dir durch den Kopf?
  • Wie fluchst Du?
  • Wie fühlt sich der Ärger an?

Mache es Dir bewusst, weswegen und wie oft du über Deine Partnerin kritisch denkst.
Aber auch: Achte auf die positiven Gedanken über Deine Partnerin!

  • Wie oft kommen sie?
  • Wie fühlt es sich an?
  • Welche Gedanken sind es?

Wichtig: Achte auf Deine Reaktion und Deine Gefühle. Beobachte Dich, wie und was Du fühlst oder was Dir durch den Kopf geht. Es geht hier nicht darum, das zu verändern, oder zu unterdrücken! Nehme es nur wahr!

Hintergrund:

Es gibt immer Verhalten oder Eigenschaften anderer, die uns mehr oder weniger stören. Das kommt auch bei der glücklichsten Partnerschaft vor!
Das Entscheidende ist aber, wie man damit umgeht!
Der erste Schritt ist, überhaupt zu erkennen, wie man über den anderen denkt! Das läuft alles oft so automatisch in Gedanken ab, dass Du es gar nicht immer merkst!
Die Gedankenwaschmaschine kommt dann wieder so richtig ins Schleudern – quasi als heimlicher Schnellwaschgang! Dir wird es nicht bewusst, aber Deine Stimmung wird dadurch beeinflusst.
Daher ist es wichtig, dass Du an diesen Tagen darauf achtest, was in Deinen Gedanken abgeht.
Und ich bin mir sicher, dass Du eins feststellen kannst:
Es gibt auf der einen Seite ziemlich viele „negative“ Gedanken. Aber dafür gibt es auf der anderen Seite viel, viel mehr positive Gedanken. Leider haben die positiven Gedanken auf Dauer nicht mehr so viel Gewicht. Der Ärger über den anderen dominiert.
Wenn Dir das klar ist, brauchst Du die negative Reaktion in Dir gar nicht zu bekämpfen. Es ist immer so, dass einem nicht alles passt. Wenn Du es realisiert, dass Du Dich ärgerst, dann lass das Gefühl in Dir zu!
Warte nur etwas ab, es kommt bestimmt gleich ein angenehmer glücklicher Gedanke über Deine Partnerschaft!

Hinweis: Bitte unterscheide die Handlung, die Deine Partnerin macht, die also das Gefühl (den Ärger) in Dir auslöst, von dem Gefühl in Dir! Es gibt also auf der einen Seite die Handlung – auf der anderen Seite die Reaktion als Dein Gefühl.
Es geht hier darum, dass Gefühl in Dir zuzulassen. Es heißt nicht, dass Du der Handlung zustimmen, oder dass Du Dich der Handlung der Partnerin unterwerfen sollst.
Ziel ist es, dass Du erkennst, dass die Emotion in Dir steckt. Dann kannst Du als Beobachter Dein Gefühl achtsam beobachten und anschließend entscheiden, wann und wie Du auf die Handlung der Partnerin reagierst. Dadurch senkst Du die Gefahr einer emotional übertriebenen Reaktion, die meistens in einen Konflikt führt.

Anmerkungen:
1) Ich rede immer von der Partnerin. Selbstverständlich meine ich damit auch den Partner. Sonst wird der Text sehr unleserlich. Vielen Dank für Dein Verständnis!
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