Übung 1: Wahrnehmen, was Du magst

Nehme Deinen Partner ganz bewusst wahr, wenn er in Deiner Nähe ist. Beachte hier besonders die Dinge, die Du an Deinem Partner sehr magst.

Erläuterung 1:

Was schätzt Du, was magst Du an Deinem Partner?
Notiere Dir jetzt auf einen Blatt Papier 3-4 Dinge, die Du an Deinem Partner besonders schätzt. Nehme Dir vor, auf diese Dinge genauer zu achten, und wenn sie auftreten, sie achtsam zu beobachten. Das bedeutet, dass Du sie dann möglichst lange ohne Urteil bewusst beobachtest.
Nutze dazu Dein Radar. Versuche Deinen Partner ohne positiv zu bewerten immer weiter achtsam zu beobachten.

Hintergrund 1:

Wenn Du eine Person liebst oder sehr schätzt, dann gibt es einige Dinge an ihr oder ihm, die Du angenehm, schön, beeindruckend, etc. findest – Dinge, die Du wertschätzt.
Wenn Du die Person schon lange kennst und sehr viel gemeinsame Zeit miteinander verbringst, desto schneller werden diese Fähigkeiten oder Eigenschaften, die Du schätzt, verallgemeinert oder auf wenige Punkte reduziert.

Zwei Beispiele:

  1. Du liebst es, wenn Dein Partner Witze erzählt und Dich zum Lachen bringt. Nach einiger Zeit reduziert sich das Witze erzählen auf den Ablauf:
    Partner erzählt Witze → das erfreut Dein Herz
    Nehme nun diese Eigenschaft „Witze erzählen“ achtsam wahr, wenn es wieder mal eintritt: Tauche in diesem Moment ein. Höre ihm genau zu: Wie redet er? Welche Wörter benutzt er? Wie betont er? Wie lächelt sein Gesicht? Wie bewegt sich sein Körper beim Erzählen? Was strahlt sein Körper aus?
  2. Du liebst es, wenn Dein Partner Dich anlächelt. Nach einiger Zeit reduziert sich das Lächeln auf den Ablauf:
    Partner lächelt → auch wie schön
    Nehme nun das Lächeln das nächste mal achtsam wahr: Wie öffnet sich der Mund? Wie leuchten die Zähne? Wie strahlen die Augen? Wie verändert sich die Pupille? Welche Töne erzeugt das Lächeln? Wie bewegt sich der Körper?

Was kann Achtsamkeit bewirken, wenn ich diese Eigenschaft so bewusst wahrnehme, ohne vorzeitig zu urteilen?
Ist es immer schön, wenn man sich an einer Eigenschaft des Partners erfreut. Wenn das allerdings so schnell geht, wie: „Lächlen → das tut gut“ dann kann das zu folgenden Entwicklungen führen:

  • Durch das schnelle Urteilen bist Du sehr schnell in diesem schönen Gefühl bei Dir, dass Du gar nicht so richtig alles Weitere mitbekommst, was Dein Partner Schönes hat oder macht. Dir entgeht etwas! Du bekommst ja nur ein Teil von dem mit, was Dein Partner für einen Wert hat. Dir entgeht eine Fülle von Schätzen Deines Partners!
  • Dadurch, dass Du schnell bei dem schönen Gefühl bei Dir bist , gibst Du dem „Wohlfühlen durch Deinen Partner“ mehr Gewicht, als dem Wert Deines Partners an sich. Somit erfüllt der Partner eine Funktion, nämlich, dass er Dich in dieses Gefühl versetzen soll.
  • Wenn Du von dieser positiven Eigenschaft nur ein Teil mitbekommst, dann reduziert es sich mit der Zeit so sehr, dass Du verlernst die Eigenschaft zu schätzen! Die Routine und der Alltag überdecken diese Eigenschaften. Du hast somit einen Wert in Deinem Leben verloren!

Daher die Übung, positive Dinge an Deinem Partner achtsam und ohne zu urteilen, wahrzunehmen! Dann erfährst Du immer neue und spannende Dinge von ihm!

Zum Schluss: Das Bild diese Artikels passt zu dem Thema: Denn beim Öffnen hast Du vielleicht gedacht „OK, wieder ein Bild“. Und Du ist gleich über zum Artikel gegangen.
Aber weißt Du jetzt noch, wie das Bild aussieht? Was stellt es dar? Welche Farbe ist der Hintergrund? Welche Farben sind im Hintergrund?

 Anmerkungen:
1) Ich rede immer von dem Partner. Selbstverständlich meine ich damit auch die Partnerin. Sonst wird der Text sehr unleserlich. Vielen Dank für Dein Verständnis!
2) Diese Seite erreichst Du nur über den kostenpflichtigen Email Kurs „Achtsamkeit in der Partnerschaft 2.0“. Inhalte unterliegen dem Urheberrecht.