Übung 9: Tue Deiner Beziehung was Gutes!

Tue zum Ende dieser Kurswoche Deiner Beziehung etwas Gutes!

Erläuterung:

Beobachte Deine Beziehung achtsam!

  • Wie ist die Stimmung?
  • Wie ist der Umgang?
  • Wie ist die Atmosphäre?

Überlege daraufhin, was könnte Deine Beziehung gerade jetzt gebrauchen? Was verstärkt die Beziehung? Was verbessert sie?
Plane jetzt nicht zu große Sprünge (Also reserviere immer noch nicht ein Tisch im Nobel-Restaurant.;-)
Es können wieder Kleinigkeiten sein:

  • Genießt die ersten Frühlingsabende gemeinsam draußen auf der Terrasse.
  • Geht zusammen abends eine Runde spazieren.
  • Schlage einen gemeinsamen Wochenendausflug vor.
  • Schaut Euch Bilder von den ersten gemeinsamen Urlauben an.

Hintergrund:

Bis jetzt lag der Fokus auf Euch als einzelne Personen. Heute liegt der Fokus auf der Beziehung. Das kann für den einen oder anderen etwas neu sein, weil die Beziehung ja nicht unbedingt greifbar ist.
Dieser Ansatz kommt aus der Systemtheorie. Du und Deine Partnerin bilden eine Beziehung und somit ein System.
Wenn man das System betrachtet, gibt es keinen eindeutigen Verursacher. Alles hängt miteinander zusammen. Eine Handlung in dem System hat immer Auswirkung auf das System, es kann eine Aktion an einer ganz anderen Stelle hervor rufen. Und das kann ein großer Vorteil für diese Übung sein!
Dazu ein Gedankenbeispiel:
Deine Beziehung läuft nicht so gut. Du willst wieder mehr Nähe zu Deiner Partnerin. Du denkst: Ich muss jetzt meiner Partnerin was Tolles bieten, bzw. ich muss besonders nett zu ihr sein.
Wenn Du so an das Projekt „wieder mehr Nähe erzielen“ heran gehst, dann erzeugst Du einen sehr starken Fokus auf die Reaktion Deiner Partnerin. Gleichzeitig hast Du eine Erwartungshaltung das Wollens. Du willst etwas von ihr: Ihre Nähe für Dich.
Das kann im Unbewussten dazu führen, das Du sie ständig kontrollierst, bzw. kann sich Deine Partnerin sehr eingeengt fühlen. Das ist keine gute Ausgangssituation für Dein Projekt, es kann sich durch das Gefühl der Kontrolle und des Einengens sogar negativ auswirken.
Nun starte das Projekt mit dem Fokus auf Deine Beziehung.
Du willst in Deiner Beziehung mehr Nähe.
Eine Beziehung besteht aus zwei Personen: Du und Deine Partnerin. Also seid ihr beide auch dafür verantwortlich. Du bist genauso im Boot….

  • Du musst Nähe auch zulassen und selbst geben, und zwar OHNE Erwartungen, dass sofort Deine Partnerin genauso reagiert.
  • Beobachte, welche Rahmenbedingung es in Eurer Beziehung erlauben, dass Nähe möglich ist? Bekoche Deine Freundin als Überraschung. Das hat erstmal nichts mit Nähe zu tun, aber Du machst etwas für Deine Beziehung. Daraus kann sich eventuell Nähe entwickeln.
  • Steht Nähe noch mit etwas anderem in Eurer Beziehung im Zusammenhang? Körperliche Nähe kann als Aufforderung zum Sex angesehen werden. Wenn dazu aber aus welchen Gründen auch immer kein Wille besteht, ist somit auch keine Bereitschaft zur Nähe vorhanden (obwohl der Wunsch da sein kann).
  • Du beobachtest Deine Beziehung: Die Stimmung, die Atmosphäre, das Klima,… Somit liegt der Fokus nicht nur auf Deiner Partnerin. Das erzeugt im Unbewussten nicht das Gefühl der Kontrolle oder des Einengens.

Die Beziehung als System zu beobachten erfordert das Beobachten im Hier und Jetzt. Eine Analyse der Ursachen, verbunden mit Deiner vor geprägten Wertung, lohnt sich nicht, weil jedes System zu komplex ist. Bleibe lieber im aktuellen Moment und beobachte, was jetzt gerade ist – und genieße, was jetzt da ist. Auch wenn es vielleicht mehr sein könnte. Denn es kann auch immer weniger sein.
Schätze den Moment!

 

Anmerkungen:
1) Ich rede immer von der Partnerin. Selbstverständlich meine ich damit auch den Partner. Sonst wird der Text sehr unleserlich. Vielen Dank für Dein Verständnis!
2) Diese Seite erreichst Du nur über den kostenpflichtigen Email Kurs “Achtsamkeit in der Partnerschaft 2.0″. Inhalte unterliegen dem Urheberrecht.