Übung 4: Den Partner berühren

Berühre Deinen Partner regelmäßig achtsam und bewusst.

Erläuterung:

Nehme die Berührung wahr,

  • … wenn Du ihm begegnest.
  • … wenn Du ihm etwas sagen willst.
  • … wenn Du Dich bei ihm bedankst.

Berühre ihn immer an unterschiedlichen Stellen des Körpers. Beobachte dabei:

  • Was ist seine Reaktion?
  • Was fühlst Du?
  • Welche Stimmung entsteht?
  • Was ist anders?
  • Was ist neu?

Schalte Deinen Radar ein:

  • Was nimmst Du wahr?
  • Was ist hier?
  • Was hat dieser Moment an Fülle und Wert?

Beachte dabei unbedingt, dass Du dabei nicht in den wertenden und analysierenden Modus verfällst. Spüre, ohne zu werten.

 

Hintergrund

Im Alltag sind die Rollen und Aufgaben verteilt. Es steht immer etwas an. Ob es das schnelle Aufräumen, das Abholen der Kinder oder das Vorbereiten des Abendessen ist. Immer haben wir etwas zu tun. Dadurch gerät die tägliche und vor allen Dingen die zärtliche Berührung schnell in Vergessenheit.

Aber zärtliche Berührungen ist ein Ausdruck der Liebe und der Zuneigung. Aus der Entwicklungspsychologie ist schon lange bekannt, dass Kinder, die regelmäßig auf den Arm genommen und geküsst werden, sich seelisch gesünder entwickeln, als Kinder, die mit sehr wenig Körperkontakt auf gezogen werden.

Achtsames Berühren bedeutet, dass Du alles zulässt, wie es ist. Versuche alle alten und bekannten Interpretationen über das Verhaltensmuster Deines Partners zu vergessen. Sei in dem jetzigen Moment offen für alles, was passieren kann.

Akzeptiere in der Berührung das längere Festhalten genauso wie das schnelle Fliehen aus der Berührung – von Dir oder von Deinem Partner.

Das achtsame Berühren ist eine Möglichkeit, die Verbindung in Deiner Beziehung bewusster zu vertiefen.

 

Anmerkungen:
1) Ich rede immer von dem Partner. Selbstverständlich meine ich damit auch die Partnerin. Sonst wird der Text sehr unleserlich. Vielen Dank für Dein Verständnis!
2) Diese Seite erreichst Du nur über den Email Kurs „Achtsamkeit in Deiner Partnerschaft 2.0“.