Der Podcast zum Nachlesen:

Das ist der Teil 2 zum Thema: Glaubenssätze in der Partnerschaft.

Im Teil1 ginge es darum, wie Du Dein Glaubenssätze erkennst.
Wie kannst Du damit nun arbeiten?

Wie geht das?

Weg 1: Reflektiere.

Alleine weil Du erkannt hast, dass Du diesen Glaubenssatz hast, verändert sich etwas:
Er begleitet Dich nicht mehr unbewusst. Du weißt nun, dass Du ihn hast. Somit hast Du die Chance damit zu arbeiten.
Zunächst wirst Du zwar weiterhin genauso reagieren, aber Du kannst im Nachhinein reflektieren: Beim Reflektieren konzentriere Dich auf zwei Punkte:
1. Verurteile Dich nicht, dass Du wieder diese Reaktion gezeigt hast. Sage Dir: „OK, es ist passiert, das nächste Mal kann ich vielleicht besser reagieren.
2. Analysiere es, hinterfrage es, versuche Dich daran zu erinnern, was passiert ist. Und nehme Dir vor, was Du das nächste Mal anders machen möchtest.

Wenn Du noch ein tägliches Reflektionstagebuch anlegst, unterstützt Du damit noch den Prozess. Diese Verabeitung geschieht auf dem kognitiven Weg. Also über die Verarbeitung über den Verstand. Wenn Du ein Kopfmensch bist, fällt Dir dies leicht.

Leider kommen wir nicht an alle Glaubenssätze mit dem Kopf heran.
Daher noch 2 weitere Wege, die ich hier beschreiben will.

Weg 2: Dem Gefühl nachspüren und es annehmen.

Hier erzeugst Du das Gefühl, indem Du Dich z.B. an ene entsprechende Situation erinnerst. Und von nun an arbeitest Du nur mit diesem Gefühl. Ziel dieses Weges ist es, das Gefühl anzunehmen, welches durch Deinen Glaubenssatz erzeugt wurde. Wenn Du das Gefühl zulässt, kannst Du es eventuell Willkommen heißen. Durch das Willkommen heißen kann das Gefühl, oder ein Teil dazu, schon verschwinden.
Eventuell merkst Du einen Widerstand gegen dieses Vorgehen. Wenn Du das feststellst, dann arbeite mit diesem Gefühl des Widerstands.
Fokussiere Dich nur noch auf dieses Gefühl.

Was passiert hier? Unschöne Gefühle wollen wir nicht haben. Wir bekämpfen sie daher meistens. Aber: Durch das bekämpfen geben wir ihnen mehr Macht. Wir sagen z.B. immer, ich will Dich nicht hau ab…
Wenn wir das Gefühl aber annehmen, dann ist es da. Wir lassen es zu. Und dadurch verliert es an Macht über uns. Es wird schwächer.

Das ist der 2. Weg. Dieser Weg beruht auf dem Prinzip des Loslassen. Hierzu findest Du auf meiner Webseite Literaturhinweise.

Kommen wir zum 3.Weg:

3.Weg: Geführte Meditation

Dieser Weg ist noch einen Schritt komplexer – dafür auch wirksamer.

Ich gehe hier davon aus, dass wir mit einem bestimmten Teil von uns auf den Glaubenssatz reagieren. Dieser Teil von uns ist dafür verantwortlich, dass wir in den entsprechenden Situationen diese Gefühle in uns haben.
In diesem Teil von uns ist quasi der Glaubenssatz eingebrannt. Dieser Teil von uns wird nun lernen, nicht mehr auf den Glaubenssatz reagieren zu müssen.
Ziel ist es also, diesen Teil zu vermitteln, dass er anders mit dem Glaubenssatz umgehen soll.
Da wir uns aber nicht per Kommando umprogrammieren können, ist eine geführte Phantasiereise ein ideales Mittel dafür.
In dieser Reise stellst Du Dir vor, dass Du den Teil von Dir temporär aus Dich heraus entlässt. Dann kannst Du mit ihm reden und Dich sogar bei ihm bedanken. Bedanken, weil dieser Teil von Dir in verschiedenen Situationen auch geholfen hat, auch wenn Dir diese Hilfe auf dem ersten Blick nicht bewusst ist. (Vielen erscheint es erstmal absurd, aber dann entdecken sie doch einen kleinen Grund, sich beim diesem Teil mit dem Glaubenssatz zu bedanken. Und Du gibst nun diesem Teil von Dir eine neue Aufgabe.
Anschließend empfängst Du ihn wieder, aber mit der Bitte und Maßgabe, dass Du der Chef bleibst, und er nicht mehr die Kontrolle übernimmt.
Das war der 3. Weg.
Das mag sich für einige eventuell abgedreht anhören. Aber teste es aus. Bei Interesse kannst Du auf meiner Homepage die geführte Meditationsreise als MP3 herunterladen.

Soweit zu den 3 Methoden, wie Du mit Glaubenssätze umgehen kannst.

Ich freue mich, dass Du wieder dabei warst. Im nächsten Podcast erzähle ich nochmal was zum Thema Dankbarkeit und zwar eine persönliche Erfahrung oder Feststellung von mir.

Bis zum nächsten Mal!
Dein Gangolf von beziehungstraining-online.de