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Dieser Podcast-Artikel beschäftigt sich noch mal mit der Achtsamkeit, warum?
Dazu folgende Geschichte:
Als ich letzte Woche am Rhein Joggen war, kam jemand in Hemd, Jeans und Fotoapparat hinterher gelaufen:
Er fragte mich: „Warum treiben Sie Sport? Wir machen gerade eine Umfrage für ein Projekt.“
Es gibt viele Gründe für mich zu Joggen, aber ein Grund ist für mich besonders wichtig: ich antwortete: “Ich laufe, um dabei meine Achtsamkeit zu trainieren.“
An seinen Gesichtszügen war schnell zu erkennen, dass in seinem Gehirn intensive Überlegungen starteten. Er fragte mich dann auch etwas verblüfft: „Ahah, auf was achten Sie denn? Auf die Bäume? Auf die Schiffe?…“
Ich erklärte es ihm, und es entwickelte sich noch eine sehr nette Unterhaltung.

„Auf was achten Sie denn?“ Diese Frage hat mich dann doch nicht mehr losgelassen und mich dazu gebracht, noch einen Podcast über Achtsamkeit zu machen: Einen Podcast, um Achtsamkeit anhand einer begleitenden Achtsamkeitsübung zu erklären.
Das ist sozusagen ein praktischer Podcast!
Bist Du bereit, um zu erfahren, was Achtsamkeit ist?
OK, dann mache Dir erst mal bewusst, was Du gerade machst (außer den Podcast zu hören).
Sitzt Du im Auto? Joggst Du? Sitzt Du in der S-Bahn? Oder liegst Du einfach im Bett? Merke jetzt gerade, was du machst. Wenn Du Auto fährst, achte weiterhin auf den Verkehr! Es geht auch wenn Du fährst, aber besser ist es, wenn Du rechts ran fährst. Spüre jetzt Deine Hände. Was hast Du in der Hand? Was berühren Deine Fingerkuppen? Das Lenkrad? Eine Tasche? Das Handy? Oder strömt nur Luft um Deine Hand?
Spüre genau: Wie berühren Deine Fingerkuppen das Lenkrad, Tasche usw. ? Wie fühlt sich der Stoff diese Gegenstandes an? Achte mal ganz genau darauf!
Wie fühlt es sich an? Und was spürst Du? Nur spüren! Nicht interpretieren. Nicht werten. Solltest Du gleich denken, „Iihh, das Plastik fühlt sich kalt an, wenn ich mal reich bin, kaufe ich mir ein neues Auto mit Lederlenkrad“ – dann lass diesen Gedanken einfach so stehen. Verlasse den Gedanken und spüre sofort nochmal bewusst das Lenkrad. Diesmal noch ein Schritt intensiver, OHNE es gleich wieder zu bewerten.
Nun lenke Deine Aufmerksamkeit auf das was Du siehst! Achte auf die Autos vor Dir! Welche Farben haben sie? Wie sieht der Belag der Straße aus? Wo bist Du gerade? Oder achte auf die Bäume, die Häuser, die Landschaft, durch die Du gerade jetzt läufst. Die Landschaft, die an den Fensterscheiben vorbei rauscht.
Wenn Du kannst, schaue Dir den Himmel an. Das intensive Blau-oder die Wolken, je nach dem, wie der Himmel gerade ist. Gehe weiter: Suche Dir einen farbigen Gegenstand. Achte besonders auf die Farbe, wie intensiv eigentlich die Blumen leuchten; wie tiefblau der Himmel ist. Schau es Dir nochmal genau an. Betrachte die Farbe weiter, suche weitere Gegenstände. Mache weiter damit!!!
Nun achte auch auf Dein Inneres! Wir geht es Dir gerade jetzt. Exakt jetzt, während Du all das außen so intensiv und achtsam beobachtet hast.
Wie ist Dein Gefühl? Was nimmst Du wahr? Merkst Du, dass der Ärger von eben im Job oder wegen der Rechnung, dass dieses Gefühl nicht mehr da ist. Stopp: Da ich es eben angesprochen habe, kommt es wieder, Richtig?
Aber bei der intensiven Betrachtung und Wahrnehmung war das schlechte Gefühl nicht da.
Und genau das IST Achtsamkeit. Und das bewirkt Achtsamkeit.

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Wenn Du normalerweise von der Arbeit mit dem Auto nach Hause fährst, dann spuken die Gedanken durch den Kopf. Die Gedankenwaschmaschine, dreht sich auf Hochtouren. „Hätte ich das doch nicht so gemacht, jetzt denkt, der Chef bestimmt, das ich es nicht kann, und wenn er das dem Vorstand erzählt, dann will der mich das nächste mal nicht mehr befördern, oh je, dann…..“ usw…. das ist Deine Gedankenwaschmaschine.
Achtsamkeit, also das genaue achtsame Wahrnehmen des aktuellen Momentes, befreit dich von diesen Gedanken. Dein bewusster Verstand ist ja voll und ganz damit beschäftigt, im Hier und Jetzt alles wahrzunehmen.
JA, Du bist im Hier und Jetzt. Der einzige Moment, den es gibt. Alles andere ist erinnerte Vergangenheit, oder gedachte Zukunft.
Achtsamkeit fährt also Deine Gedankenwaschmaschine auf nahezu null herunter! Und das hat einen positiven Nebeneffekt:
Wenn Du achtsam im Hier und Jetzt bist, und keine Gedanken entstehen, dann kannst Du auch nicht werten und urteilen! Denn Urteile entstehen durch Deine Gedanken.
Und Urteile sind oft Vorurteile, die Dich von der Wahrnehmung, wie es ist, ablenken!
Das ist nicht einfach, keine Frage.
Daher mache es so wie in der Übung beschrieben:
Wenn Gedanken kommen, die meistens sehr wertend sind, dann stelle es fest, dass es nur Gedanken sind. In Deiner Hand ist nach wie vor ein Lenkrad, oder die Tasche. Lass Deine Gedanken einfach mal Gedanken sein und achte wieder auf das, was Du gerade jetzt wahrnimmst.
Und das immer so weiter.
Und je länger dies Dir gelingt, desto mehr wirst Du noch was feststellen:
Dir fallen unendlich viele Dinge auf! Eine Fülle von Dingen sind um dich herum. Dein Körper bewegt sich, Du spürst, Du siehst. Du kannst dann mal entspannt ausatmen. Du wirst merken, wie die Last vom täglichen funktionieren abfällt.
Es entspannt. Es tut einfach gut.
Mache die Übung immer wieder.
Praktiziere Achtsamkeit. So oft es geht. ZB beim Joggen: dann kannst Du auf das Hier und das Jetzt achten, so wie die Sohlen am Boden abrollen, wie meine Kniegelenke sich bewegen, der Atem in die Lunge ein und ausströmt…..

Viel Spaß dabei!