Wünsche und Ängste können jede Partnerschaft zerstören

Podcast zum Nachlesen:

Fragst Du Dich: Angst, das ist klar – aber Wünsche????

Aber Wünsche sind doch was Schönes! Wie können die meine Partnerschaft belasten? Die Frage ist sehr berechtigt, ich werde sie im Laufe des Podcast auflösen.

Es geht also hier um Ängste und Wünsche. Genauer: Dieser Podcast betrachtet den Umgang mit Ängsten und Wünschen.

Beginnen wir mit der Angst! Anschließend kommt das Thema Wunsch!

Ich beginne mit einer Aussage, die Dich erschrecken könnte, wenn das Thema für Dich neu ist: Jeder von uns trägt Angst in sich. Nur spüren wir sie nicht immer.Oft ist diese Angst so geschickt in unser Verhalten integriert, dass wir es gar nicht merken und wissen. Sie ist auch unterschiedlich stark ausgeprägt, das ist z.B. abhängig von der aktuellen Lebenssituation oder anderen äußeren Faktoren.

Wenn wir zum Beispiel frisch verheiratet ist die Angst den Partner zu verlieren nicht so präsent. Bzw. wenn wir vom Partner ständig Liebesbeweise in aller Art bekommen, gibt es uns auch Sicherheit, dass die Angst nach lässt.

Wo kommt die Angst her? Angst resultiert aus unserer Vorstellungsgabe! Angst resultiert aus der Fähigkeit von uns Menschen, dass wir uns vorstellen können, dass es mal Schluss ist. Wir sind uns unsere Endlichkeit bewusst sind. Wir können uns das vorstellen, wir wissen, dass es ein Ende gibt. Eine Ende für uns, oder für die Dinge, die wir besitzen.

Wieso spüre ich die Angst nicht ständig?

Angst ist negativ behaftet. Und negative Dinge verdrängen wir in unserem Alltag sehr gerne!

Ein Beispiel: Denke an eine Situation, in der Du Ja gesagt hast, obwohl Du es eigentlich nicht wolltest. Es heißt dann sehr schnell: Ich kann nicht Nein sagen! Meinem Partner zu Liebe sage ich JA! Dahinter kann aber ein anderer Grund stecken. Wenn Du NEIN sagst, könntest Du befürchten, dass Dich Dein Partner deswegen nicht mehr mag.

Das beginnt bei der gemeinsamen Auswahl des Restaurants und geht bis zu dem Verhalten im Bett.

Dahinter steckt die Angst, abgelehnt zu werden. Die Angst, nicht mehr geliebt zu werden. Die Angst vor der Einsamkeit!

Trifft das auf dich zu?

Teste es mal mit folgende Übung;

Überlege: Wann hast Du JA gesagt, oder zugestimmt , und anschließend hast Du ein leichtes Gefühl von Ärger oder Unbehagen verspürt?

Erinnere dich an eine Situation. Achtung: Bewerte nicht die Situation. Erkläre nicht Dein Verhalten! Denke an die Situation und stelle Dir folgende Frage: Was wäre passiert, wenn Du anders reagiert hättest? Wenn Du jetzt gleich denkst: „Oh Gott, dann hätte es Streit gegeben!“ oder „ Nein, ich hätte unmöglich anders reageiren können!“ Das kann ein Indiz für Angst motiviertes Verhalten sein.

Eine genaue kostenlose Anleitung zu dieser Übung findest Du als PDF Download, oder als MP3 auf meiner Webseite unter beziehungstraining-mainz.de im Reiter Zusatzübung.

Probiere es aus!

Wenn Dir bewusst ist, weshalb Du so reagiert, kannst Du entscheiden, ob Du diesen Weg das nächste mal wieder gehen willst.

Jetzt kommen wir zum Thema Wunsch:

Wie können denn Wünsche die Beziehung zerstören?

Es ist nicht der Wunsche selbst- sondern was dich motiviert, etwas dir zu wünschen!

Wünschst Du Dir etwas, um dadurch glücklich zu werden?

Oder geht es in dem Wunsch darum , durch die Erfüllung glücklich zu sein?

Hupps- was ist denn da der Unterschied? In der Tat, im ersten Moment hört sich das ähnlich an. Aber es steckt jeweils eine verschiedene Einstellung dahinter.

Im ersten Fall steht glücklich werden wollen im Vordergrund! Im zweiten das Sein! Wenn ich mir immer nur etwas Wünsche, weil ich denke, das wird mich glücklich machen, dann lebe ich sehr stark in der Gedankenwelt. Das kann so stark werden, dass man nie zufrieden wird, weil ein Wunsch den nächsten folgt.

Konzentriere ich mich aber auf das Sein und auf das was ich habe, dann lebe ich in dem Jetzt und erkenne, was es eigentlich schon für eine Fülle in meinem Leben gibt.

Etwas klarer geworden?

Vielleicht hilft es ,wenn Du es spürst! Dazu mache folgendes:

Formuliere Deinen Wunsch. Was wünschst Du Dir? Beschreibe das, was Du haben willst. Beschreibe nicht, was sich dadurch verändern soll. Schreibe es auf.

Werfe diesen Wunsch in einen Wunschbrunnen, oder lege den Zettel in eine Schatulle, oder verbrenne ihn! Lass Deinen Wunsch fliegen!

Jetzt lehne Dich zurück, und betrachte Deine Umgebung. Wenn Du im Auto bist, fahre mal kurz zur Seite!

Betrachte Deine Umgebung, was Du siehst! Deine Gegenstände in Deinem Zimmer. Dein Auto! Aber auch die Bäume oder Pflanzen um Dich herum. Das ist das, was Du im Moment genießen kannst, das erlebst Du. Entspann Dich , und lasse es wirken!

Erkennst Du, was Du hast? Erkennst Du, was der momentane Moment an Reichtum Dir beitet? Das selbe kannst Du auf deine/n Partner/in beziehen. Was gibt er Dir? Was hast Du an ihm/ihr?

Mache es Dir immer wieder bewusst.

Wenn Du ständig durch die Welt läufst und Dir etwas wünschst, weil es Dir dann damit besser ginge, dann lebst Du nur in einer Gedankenwelt, Du lebst in der Zukunft! Und Dir entgeht das einzige, was wirklich existiert:

Der aktuelle Moment, der voller an Reichtum ist, als wir es uns denken!

Wenn Du in der Partnerschaft immer wieder was wünschst, weil du denkst, dadurch wird die Partnerschaft glücklicher sein, dann entgeht Dir das, was Du in der Partnerschaft schon erreicht hast und erleben kannst!

Das war es schon wieder!

Das war der Podcast: Wünsche und Ängste in der Partnerschaft. Im nächsten Podcast bespreche ich Wünsche und Ängste im beruflichen Umfeld mit dem Titel: Wünsche und Ängste stoppen jede Karriere!

Viel Spaß

Dein Gangolf

von beziehugstraining-mainz.de