Übung 8: Tue Deinem Partner etwas Gutes

Tue Deinem Partner an jeden Tag mindestens einmal etwas Gutes!

Erläuterung 8:

Beobachte Deinen Partner weiterhin achtsam. Wann kannst Du ihm etwas Gutes tun?
Damit ist nicht das Helfen, Unterstützen oder das Bedienen aus dem letzten Kurs gemeint.
Es ist mehr:
Mache etwas für Deinen Partner, was so nicht unbedingt notwendig ist, aber was Deinem Partner gut tut!
Suche jetzt nicht verzweifelt nach große Aktionen! Buche keinen Tisch im Nobelrestaurant! Achte wieder auf Kleinigkeiten:
Bleibe etwas länger am Tisch sitzen und höre ihm zu.
Geht zusammen Einkaufen, obwohl er das immer alleine macht. Geht zusammen Shoppen.
Überlege mal nach. Dein Partner hat sicher vor einiger Zeit mal einen Wunsch geäußert. Vielleicht das Umräumen eines Möbelstückes oder das Sortieren der Winterklamotten. Dinge, die Du vielleicht erst machen würdest, wenn Dein Partner Dich 20 mal darum gebeten hast.

Hintergrund 8:

In der letzten Woche lag der Fokus auf der Wahrnehmung. Du solltest Beobachten und Wertschätzen. Es ging zwar um Deinen Partner und Deine Beziehung, aber letztendlich hatte es hauptsächlich mit Dir zu tun: Was gefällt Dir, was gefällt Dir nicht, bzw. was willst Du wertschätzen.
Heute kommt noch ein Schritt dazu: Die Ebene Deines Partners. Du musst Dich in Deinen Partner hinein versetzen, um diese Übung zu erfüllen. Du musst heraus finden, was Dein Partner will. Du musst mit spüren, um festzustellen, was Deinem Partner gut tut.
Das ist ein Schritt in Richtung Empathie für Deinen Partner.
Empathie bedeutet Mitgefühl für einen anderen Menschen zu empfinden. Mingyur Rinpoche beschreibt Mitgefühl im tibetischen Sinne als „das spontane Gefühl des Verbundenseins […]. Was du fühlst, fühle ich, was ich fühle, fühlst du. Es gibt keinen Unterschied zwischen uns.“ (Yongey Mingyur Rinpoche (2007), Buddha und die Wissenschaft vom Glück, S172).
Mit dieser Art des Verbundenseins kann man auch sehr schön eine empathische Liebesbeziehung beschreiben. Sie tritt oft in der Anfangszeit auf, oder bei besonderen Ereignissen, wie zum Beispiel der Geburt eines Kindes.
Nutze diese Übung, um Dich daran zu erinnern. Setze dazu Deine gesammelte Erfahrung der Achtsamkeit ein: Beobachte einfühlsam, ohne zu urteilen!
In meinen Training sagen viele Führungskräfte: „Ich weiß, wie er fühlt, aber….“ Empathie heißt nicht, dass du weißt, wie Dein Partner fühlt. So wird Empathie oft missverstanden. Gefühle kann man sehr schlecht wissen. Empathie heißt mitfühlen. Um Mitgefühl zu erzeugen, kann es Dir helfen, wenn Du Dich an eine Situation erinnerst, in der es Dir ähnlich ging. Wie hast Du da gefühlt? Wie muss das nun für Deinen Partner sein?

 

 Anmerkungen:
1) Ich rede immer von dem Partner. Selbstverständlich meine ich damit auch die Partnerin. Sonst wird der Text sehr unleserlich. Vielen Dank für Dein Verständnis!
2) Diese Seite erreichst Du nur über den kostenpflichtigen Email Kurs “Achtsamkeit in der Partnerschaft 2.0”. Inhalte unterliegen dem Urheberrecht.